Regine-Hildebrandt-Preis 2013

Dr. C. Bergmann | Deutscher Kinderschutzbund | Fotos | Video | Presse

Preisträgerin Dr. Christine Bergmann

„Familie in ihren guten und schlechten Tagen –sie ist Bestimmungskraft unserer Gesellschaft. Wo sie schwach wird, muss ihr geholfen werden.“ (Regine Hildebrandt, 1994)

Christine_Bergmann_2013Unter diesem Motto würdigt die Stiftung Solidarität das erfolgreiche familienpolitische Engagement Dr. Christine Bergmanns und zeichnet eine der lebendigsten Kinderschutzorganisationen, den Deutschen Kinderschutzbund, aus. Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Christine Bergmann gilt zu Recht als Vorreiterin im Kampf um den Anspruch auf einen Krippenplatz. Als Bundesministerin machte sie aus dem Erziehungsurlaub die Elternzeit und führte einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit ein. Unablässig hat sie auf das veränderte Bild der Familie verwiesen. Deren unterschiedliche Formen, so lautet ihr Ceterum censeo, müssen Anerkennung finden, auch in nichttradierter Gestalt, keine darf stigmatisiert werden. Denn Ungleichbehandlung schwächt die Familie nicht nur in beklagenswerten Einzelfällen, sondern grundsätzlich als wichtige zivilisationssichernde Ursprungsgemeinschaft menschlichen Zusammenlebens.

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) leistet beispielhafte Lobby- und Unterstützungsarbeit für Kinder. Mit seinen Beratungsstellen, Kinderschutzzentren und Sorgentelefonen für junge Men-schen hat der DKSB ein tragfähiges Unterstützungsnetz für Familien aufgebaut. Der DKSB hat Kindern nicht nur eine starke Stimme verliehen, er bietet ihnen und ihren Familien auch über-zeugende praktische Hilfe und nachhaltig wirksame Unterstützung an.

Die Laudatio hält die ehemalige Justizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin. Grußworte sprechen Jörg Hildebrandt, Vorstandsmitglied der Stiftung und Ehemann der 2001 verstorbenen Namensgeberin des Preises, sowie Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen. Das musikalische Rahmenprogramm bestreitet die Musik- und Kunstschule Bielefeld.

Die Stiftung Solidarität vergibt ihre bundesweit begehrte Auszeichnung seit 1997 zum siebzehnten Mal für herausragenden sozialen Einsatz. Zu den bisherigen Preisträgern gehören neben Armutsprojekten, Netzwerken für Beschäftigungs- und Arbeitsloseninitiativen wie Tacheles e.V. auch Persönlichkeiten wie Eduard Wörmann, Friedhelm Hengsbach, Christian Führer, Jürgen Borchert, Ulrich Schneider sowie die Politiker Regine Hildebrandt, Heiner Geißler, Ottmar Schreiner, Hans-Jochen Vogel, Marieluise Beck und Rita Süssmuth.

Von der ersten Stunde an, in der ihr der Zusammenbruch der DDR echte Demokratieteilhabe gewährte, hat sich Christine Bergmann den großen gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen gestellt und ist das Risiko ungewohnter politischer Verantwortungswahrnahme eingegangen – beispielhaft und wie sich nach zwei Jahrzehnten öffentlichen Wirkens erwiesen hat, erfolgreich.Ihr Einsatz nach der Wiedervereinigung hat dabei Ost und West in gleicher Weise gegolten. Die verschiedenen Ämter in gesamtdeutschen Funktionen, zunächst als Bürgermeisterin Berlins und zugleich Senatorin für Arbeit und Frauen, später als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und schließlich als Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, diese und weitere hohe politische Mandate haben ihr die glückliche Chance gegeben, Pflicht und leidenschaftliche Neigung verbinden zu dürfen, nämlich Menschen und Gruppen zu helfen, die ins soziale Hinterfeld geraten sind und deren Stimmen zu schwach sind, um gehört zu werden: vor allem Frauen, Kinder, Jugendliche.Christine Bergmann gilt zu Recht als Vorreiterin im Kampf um den Anspruch auf einen Krippenplatz. Als Bundesministerin machte sie aus dem Erziehungsurlaub die Elternzeit und führte einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit ein. Unablässig hat sie auf das veränderte Bild der Familie verwiesen. Deren unterschiedliche Formen, so lautet ihr Ceterum censeo, müssen Anerkennung finden, auch in nichttradierter Gestalt, keine darf stigmatisiert werden. Denn Ungleichbehandlung schwächt die Familie nicht nur in beklagenswerten Einzelfällen, sondern grundsätzlich als wichtige zivilisationssichernde Ursprungsgemeinschaft menschlichen Zusammenlebens.In Würdigung dieses ihres engagierten und erfolgverheißenden familienpolitischen Bemühens erkennt die Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut Christine Bergmann den Regine-Hildebrandt-Preis 2013 zu. Die Preisträgerin hat, wie es das Jahresmotto der Stiftung sagt, handelnd und helfend die Einsicht in Deutschland miterstritten, dass nur eine intakte und anerkannte Familie starke Bestimmungskraft unserer Gesellschaft sein kann.

 

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Deutscher Kinderschutzbund

Deutscher_Kinderschutzbund_2013Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. In über 430 Orts- und Kreisverbänden sowie 16 Landesverbänden leisten 50.000 Einzelmitglieder, 10.000 Ehrenamtliche und 5.000 Hauptamtliche beispielhafte Lobby- und Unterstützungsarbeit für Kinder.

Im Aktionsbündnis Kinderrechte stellte er im letzten Jahr mit UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk einen Formulierungsvorschlag zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz vor. Wirkung zeigten auch seine Aktionen zur Gewaltprävention oder seine Kampagnen gegen Kinderarmut. So engagiert er sich im Bündnis Kindergrundsicherung oder er forderte auf seinem Kinderschutztag 2012 die Abschaffung des sogenannten Bildungs- und Teilhabepakets und stattdessen die beitragsfreie Verpflegung in Schulen und Kitas, die beitragsfreie zusätzliche Lernförderung in Schulen und den beitragsfreien Zugang zu kulturellen und sportlichen Angeboten.

Mit seinen Beratungsstellen hat der Kinderschutzbund ein tragfähiges Unterstützungsnetz für Familien aufgebaut. „Starke Eltern – Starke Kinder“ heißen seine begehrten Elternkurse zu Fragen der Erziehung und des Familienalltags. Sein Qualitätssiegel für Kinderhäuser „Der Blaue Elefant“ gilt als zukunftsweisend für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. In mittlerweile 26 Kinderschutz-Zentren, davon 11 in eigener Trägerschaft initiiert er Hilfestellung und Präventionsberatung bei körperlicher und seelischer Kindesmisshandlung, Kindesvernachlässigung und sexuellem Missbrauch. Mit seiner Hilfe professionalisierte sich das bundesweit größte telefonische Beratungsangebot für junge Menschen. 2011 haben 3.800 ehrenamtliche Berater und Beraterinnen des Vereins „Nummer gegen Kummer e.V.“ in 88 Telefonberatungsstellen knapp 900.000 Anrufe von Kindern und Jugendlichen entgegengenommen.

Mit dem Regine-Hildebrandt-Preis 2013 zeichnet die Stiftung die älteste und größte Kinderschutzorganisation aus. Der Deutsche Kinderschutzbund hat Kindern nicht nur eine starke Stimme verliehen, er bietet ihnen und ihren Familien auch überzeugende praktische Hilfe und nachhaltig wirksameUnterstützung an.

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NW vom 18.5.13

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